Training mit Rally Champion Andreas Aigner

Coaching im Spitzensport

Liezen – Rally Kategorien-Weltmeister (PWRC) Andreas Aigner zu Besuch bei Herbert Pichler von Equal Sport.

Höchste Trainings- sowie Wettkampfbeanspruchungen verlangen dem Körper alles ab. Muskeln, Bänder, Gelenke oder psychische Faktoren müssen immer individuell betrachtet werden. Selbst wählt man oftmals falsche Ansätze. Zu viele Wiederholungen, eine zu rasche Steigerung der Intensität bzw. der allgemeinen Umfänge, sind häufige Fehlerquellen. „Viel hilft viel“, kann sich sehr rasch negativ auswirken. Zudem verliert man durch eine gewisse Trainingsroutine oftmals den neutralen Blick auf das eigene Trainingsprogramm. Genau diese „Außenperspektive“ bietet Equal Sport. Zu Beginn wird mit unseren betreuten Sportlern eine Anamnese durchgeführt. Nach diesem „Körper-Check“ wird gemeinsam ein Plan erstellt.

Welche Anforderungen werden an einen Rallyefahrer gestellt?

Im Spitzensport ist gerade dieser Ansatz von zentraler Bedeutung. Ein Personal Training wird immer individuell auf den Kunden abgestimmt. Sämtliche relevanten Workout-Übungen werden  daher Wettkampfspezifisch ausgelegt. Eine Rallye wird über mehrere Tage ausgetragen, verschiedene Wertungsprüfungen müssen möglichst rasch gefahren und beendet werden. Über Sieg oder Niederlage entscheiden Nuancen. Entscheidungen müssen möglichst schnell getroffen werden. Für Unsicherheiten ist in einem Renncockpit absolut kein Platz. Gute körperliche Fitness ist hierbei nicht nur eine Grundvoraussetzung sondern maßgeblich. Schließlich gehen Sprünge oder Highspeed Passagen nicht nur auf das Material. An die Rumpf-, Hüft- oder beispielsweise die Nackenmuskulatur werden hohe Ansprüche gestellt. Dieses Anforderungsprofil gilt es zu berücksichtigen.

Mit individueller Trainingssteuerung zu Spitzenleistungen

Durch unsere sportwissenschaftliche Trainingssteuerung soll vor allem ein Übertraining verhindert sowie die Leistungsfähigkeit kontinuierlich verbessert werden. Unzureichende technische Ausführungen sowie falsch einstudierte Bewegungsabläufe können leistungsmindernd wirken. Dies gilt es somit zu verhindern. Einseitigkeit ist definitiv schädlich, egal welche Sportart man ausübt.

Viele Workout-Übungen werden in einer höheren Frequenz absolviert, um möglichst Praxisnah das Renngeschehen zu simulieren. Pausen werden hierbei bewusst kurz gehalten. Schließlich ist eine hohe Ermüdungswiderstandsfähigkeit im Rallye-Sport gewünscht. Als Rallyefahrer muss zudem eine möglichst lange Konzentrationsleistung aufrecht gehalten werden.

Gerade durch funktionelles 3-D Krafttraining wird die Körpermitte gestärkt. Drei Ebenen stehen dabei im Blickpunkt: Frontal-, Sagittal- und Transversalebene. Den Rumpf sehe ich als zentrale „Säule“ im Leistungssport! Gerade die Kräftigung der Core-Muskulatur stabilisiert den gesamten Stützapparat. Dadurch verbessert sich das gesamte Körperbild aber auch psychische Aspekte. Man agiert fokussierter, schneller und ist dadurch leistungsfähiger.

Vor allem Elemente, welche eine Rotation bzw. eine Anti-Rotation beinhalten werden oftmals vernachlässigt. Eine veränderte Körperausrichtung wirkt sich jedoch unausweichlich auf den gesamten Körper aus. Gerade mit den Lebert Trainings System, Bodyweight Übungen oder Physiobällen haben wir hier optimale Möglichkeiten. Unsere unterschiedlichen Muskelketten reagieren augenblicklich auf eine veränderte Positionierung, einen veränderten Schwerpunkt.

Zentrale Faktoren im Spitzensport 

Speziell das Training im Höchstleistungssport beginnt genau dann, wenn man denkt, es geht nichts mehr. Der Kopf stellt einen limitierender Faktor dar noch bevor sich körperliche Schwächen auswirken. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben dies deutlich aufzeigt. Hier kann ein gezieltes Coaching den Unterschied ausmachen, die letzten ein, zwei „Schritte“ noch zu gehen. Von dieser Zusammenarbeit profitiert jeder Athlet. Der Körper macht schließlich nur was er kennt und nicht was er kann. Informationen müssen zunächst zwar neu verarbeitet werden, diese neuromuskuläre Vernetzungen können zukünftig jedoch immer wieder abgerufen werden.

Abschließend kann ich mich nur noch einmal bei Andreas Aigner für die tolle Zusammenarbeit und vor allem seinen sportlichen Trainingsehrgeiz bedanken. Auf diesem Wege wünsche ich ihm weitere Top-Platzierungen in den nächsten Rennen!