Österreichischer Ultralaufcup

Ultralauf

Österreichischer Ultralaufcup

 

Bad Blumau – Neuland zu betreten birgt einen ganz speziellen Reiz in sich. Dies war mit Sicherheit der entscheidende Impuls, um mich für den 24h Lauf in Bad Blumau anzumelden. Diesem Lockruf musste ich einfach folgen. Was mich genau auf diesem Unterfangen erwarten würde, war mir hingegen keineswegs bewusst. Trotzdem war klar: Diesem Event muss ich eine Chance geben!

 

Faszination Ultralauf

Warum beschließt man ernsthaft 24 Stunden in Bewegung zu sein? Ganz ehrlich, diese kleinen Abenteuer befinden sich einfach vor unserer „Haustüre“. Vielleicht hat man nur einmal in seinem Leben eine entsprechende Laufform, welche man dazu benötigt. Manche Chancen sollte man daher bei Gelegenheit einfach ergreifen. Zum einen faszinieren mich meine körperlichen Grenzen aber viel mehr wollte ich wissen, welche mentalen Kapazitäten dafür notwendig sind. Der Wettkampf war daher definitiv mit sehr viel Demut verbunden. Was wird mich erwarten? Welche Gedanken werde ich haben? Wie wird es mir gehen?

Geliebte Anspannung

Die Tage davor wechselten sich mit Unsicherheit sowie Zuversicht ab. Man redet sich eben Dinge schön. Das Tempo wird durchgehend niedrig angesetzt. Man kann Gehpausen einlegen. Der Kurs ist relativ simpel gehalten (Runde 1,15km). Irgendwann kauft man sich diese eigenen Geschichten ernsthaft ab. Es kann ohnehin ein riesiger Vorteil sein, wenn man nicht genau weiß, was einem erwartet. Körperliche sowie vor allem mentale Fitness sollte jedoch trainiert werden, um kein böses Erwachen zu erleben. Ein Ultralauf verzeiht schließlich nur sehr wenig.

 

Die Stunde der Wahrheit

Immerhin 5 Stunden standen zu Buche. Diesbezüglich hatte ich schon wesentlich kürzere Vorwettkampfnächte über mich ergehen lassen. Leichte Anspannung oder nennen wir es besser: Nervosität, um bei der Wahrheit zu bleiben, setzte bereits in den ersten wachen Momenten des Tages ein. Dies mischte sich aber mit Vorfreude, da ich wusste, diesmal wartet jemand ganz spezielles auf mich im Ziel. Gerade bei Ultradistanzen vergessen Viele: Es gehört immer ein Team dazu, oder eben der eigene Partner. Mit etwas Verspätung konnte ich mir dann ein erstes Lächeln plus Kuss von meiner Freundin Sonja abholen. Dies gab mir definitiv etwas innere Ruhe zurück. Im Prinzip war nun alles erledigt. Jetzt konnte man nur noch die letzten Minuten verstreichen lassen. Der Start befand sich auf Höhe des Freizeitgeländes in Bad Blumau direkt neben dem Fußballplatz und war zum Greifen nahe.

Der Rennbericht sowie Verpflegung folgt im zweiten Teil!